Book Review – Once a Runner

Liebe Leser,

Ich liebe Literatur, aber wenn ich ehrlich bin: besonders viel Zeit zum Lesen bleibt mir leider nicht. Um mich quasi zum regelmäßigen Konsum von Literatur “zu verpflichten”, habe ich mir schon im Jahr 2016 das Audible App von Amazon besorgt (keine Werbung – es gibt auch andere ähnliche Hörbuch-Apps). Jedenfalls zahle ich monatlich eine Fixpauschale, wodurch ich zahlreiche Hörbücher günstiger bekomme, als sie normalerweise kosten, und außerdem erhalte ich für die Pauschale jeden Monat ein “Guthaben”, wodurch ich ein Hörbuch gratis auswählen darf.

Während ich also im Haushalt arbeite, mit dem Bus fahre oder im Fitnessstudio – höre ich meine Hörbücher. (Während des Laufens höre ich jedoch nie etwas, da denke ich lieber nach.) Und weil ich ja nicht umsonst monatlich zahlen will, höre ich seit 2016 jeden Monat zumindest 1 Hörbuch, was für mich persönlich eine echte Bereicherung darstellt.

Natürlich höre ich unter anderem Bücher, die mit Laufen oder Sport im Allgemeinen zu tun haben.

Hier möchte ich diese Woche ein Buch vorstellen, das mich besonders angesprochen hat, weil es mir sozusagen aus der Läufer-Seele spricht: “Once a Runner” oder zu Deutsch “Cassidys Lauf”, ist ein 1978 erstmals erschienener Roman von John L. Parker Jr., der vom harten Leben / Trainingsalltag eines Eliteläufers handelt. Ich empfehle, den Roman auf Englisch zu lesen oder als Hörbuch zu hören, da meiner Meinung nach Literatur in der Originalsprache einfach das größte Lesevergnügen ist.

Ohne hier jetzt den ganzen Inhalt vorweg zu nehmen: Es geht um einen U.S. amerikanischen College-Athleten, Quenton Cassidy, der die “Southeastern Univesity” besucht, und sich auf die Englische Meile spezialisiert hat, sprich, die 1600 Meter. Cassidy ist also ein Mittelstreckenläufer. Gemeinsam mit seinen Läufer-Kollegen auf dem College absolviert er zahlreiche Trainingsläufe, und es wird auch von seinem “College-Life” abseits des Trainings berichtet: Fortgehen, Studium, “Mädels”,… der ganz normale College-Alltag eben. Alles aus der Perspektive des sehr ambitionierten und disziplinierten Läufers, der sich bemüht, alles unter einen Hut zu bekommen.

Quenton Cassidy träumt davon, einmal die Meile unter 4 Minuten zu laufen. Nach einem Zwischenfall wird er von der Universität suspendiert, und Cassidy macht das Beste aus diesem unglücklichen Umstand, und widmet sich nun voll und ganz dem Training: Er begibt sich wie ein Einsiedler in ein Häuschen mitten im Wald, wo er nur von seinem Coach regelmäßig Besuch bekommt, der ihm einen unglaublich harten, mehrere Monate umfassenden, Trainingsplan schreibt. Cassidy ordnet nun sein ganzes Leben dem Ziel unter, bei einem Wettkampf die 4-Minuten Marke bei der Englischen Meile zu knacken.

Mir hat dieses Buch deshalb so gut gefallen, weil es treffend darstellt, was im Kopf eines Läufers vorgeht. Die Ambivalenz zwischen Lieben und Hassen des Laufens. Das sich-Quälen – aber auch das nicht-anders-Können. Keine Pause machen wollen, aber sich gleichzeitig nach einer längeren Auszeit zu sehnen. Der Konflikt, den restlichen Alltag, das Studium, Freunde, Familie, Beziehung, Partys (Alkohol), etc. mit dem Training zu vereinbaren.

Also liebe Leser,

Von meiner Seite gibt es ganz klar eine Empfehlung für dieses lesenswerte Buch!

Eure Liesl

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