Daniel Pabinger über ein „Comeback“, das eigentlich keines werden sollte

Daniel Pabinger, Langstreckenläufer mit einer 10.000-m-Bestzeit von 32:54 Minuten, hat am letzten Wochenende auf seiner „Heimat-Laufbahn“ in Wels einen tollen Trainingswettkampf absolviert. Für die 25 Runden benötigte der 35-jährige Vater eines Sohnes 33:14 Minuten. Im Interview spricht Pabinger über diesen Lauf und sein Training.

Foto: ©Daniel Pabinger

Helden des Laufsports: Wie verlief dein „Comebacklauf“ und wer war dabei?

Daniel Pabinger: Nachdem auch die 10.000-m-Meisterschaften in Kärnten (Villach) abgesagt wurden, wo ich an diesem Wochenende außerhalb der Wertung starten wollte, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, einen Trainingswettkampf zu absolvieren. Der verlief ganz gut und ich bin mit der Zeit zufrieden, zumal mein letzter (richtiger) Bewerb im Mai 2019 war. Ein Freund ist neben mir mit dem Fahrrad gefahren und hat mich auf den 25 Runden begleitet. Meine Frau ist immer wieder mal einen Abschnitt hinter mir mitgelaufen. Die Familie meines Freundes und meine Familie haben zugesehen. So war die Anspannung und das „Commitment“ etwas größer.

Wie hat dein Training in den letzten Wochen und Monaten ausgesehen?

Zunächst sehr unstrukturiert. Meine Frau ist heuer im Frühjahr relativ rasch wieder gut in Form gewesen und ich habe sie immer wieder einmal bei Läufen begleitet und bei intensiveren Einheiten unterstützt. Nach und nach bin ich auch wieder auf den Geschmack gekommen. Nach den Österreichischen Staatsmeisterschaften, wo Anna die 5.000 m gelaufen ist, war die Motivation wieder größer und ich habe einen Mix aus früheren Trainingsplänen trainiert. In Anbetracht dessen, dass ich seit einigen Monaten extrem viel Arbeit habe höre ich sehr auf mein Gefühl und ich denke, dass mir diese Kombination guttut. Konkret habe ich die letzten Wochen immer wieder intensive Einheiten trainiert, wobei ich abwechselnd ganz gemütliche Läufe entlang des Alm-Ufers gelaufen bin, was ich als sehr entspannend empfinde.

Du bist schon einige Jahre Läufer, welche waren deine bisher größten Erfolge?

Da gibt es doch einige Aspekte, die mir viel bedeuten. Ich konnte mich über 800 m, 1.500 m und 5.000 m für Österreichische Meisterschaften qualifizieren, was mir als Hobbysportler viel bedeutet. Zudem freue ich mich eine gewisse Bandbreite an Distanzen vorweisen zu können zumal ich doch relativ spät (im Alter von 24 Jahren) mit intensivem Laufsport begonnen habe: 800 m: 1:56min, 1000 m in 2:35min, 1.500 m in 4:08min, 3.000 m in 9:00min, 5.000 m in 15:38min, 5-km-Straßenlauf in 15:25min bis hin zum Halbmarathon (1:12:59 Stunden). Darüber hinaus konnte ich einige Medaillen bei Landesmeisterschaften – auf der Bahn und im Crosslauf – erlaufen.

Gibt es sportliche Pläne für 2021?

Noch keine konkreten. Je nachdem, wie es die berufliche Situation und vor allem die COVID-19-Situation zulässt, werde ich sehen, wo die Reise hingeht. Vielleicht laufe ich auch den Marathon, der fehlt mir in meiner „Sammlung“ noch.

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