Erster Wettkampf seit 6 Monaten: Florian Röser läuft 29:17 Minuten über 10 Kilometer

Florian Röser (TV Konstanz) durfte aufgrund der Corona-Notbremse nicht an den deutschen Meisterschaften teilnehmen. In Schweden bot sich dem 28-Jährigen die Gelegenheit, ein schnelles 10.000-m-Rennen zu absolvieren. Im geschichtsreifen Stockholmer Olympiastadion lief Röser eine Zeit von 29:17,89 Minuten.

Foto: ©Florian Röser

Helden des Laufsports: Wie kam es dazu, dass du bei diesem Wettkampf in Stockholm starten konntest?

Florian Röser: Eigentlich hatte ich geplant bei den deutschen Meisterschaften über die 10.000 m in Mainz am 01. Mai an der Startlinie zu stehen. Aufgrund der Corona-Notbremse und der damit einhergehenden Verordnung durften dort allerdings nur Athleten mit Kaderstatus oder Berufssportler an den Start gehen. Da ich keines dieser beiden Kriterien erfülle, war ein Start nicht möglich. Über Christoph Kopp vom International Sport Service (ISS) wurde mir dann, sozusagen als Alternative, das Rennen in Stockholm angeboten. In der momentanen Lage schon etwas fragwürdig, dass man bei den eigenen Landesmeisterschaften nicht teilnehmen darf, aber die Möglichkeit besteht, in Schweden zu laufen.

“In Zeiten wie diesen, ist es schon merkwürdig, dass ich nicht bei Landesmeisterschaften teilnehmen darf, aber bei einem Wettkampf in Stockholm schon”

Florian Röser durfte nicht bei den deutschen Meisterschaften starten.

War es für dich etwas Besonderes, in dem Stadion ein Rennen zu laufen, wo 1912 die Olympischen Spiele stattfanden?

In einem ehemaligen Olympiastadion zu laufen ist wirklich etwas Besonderes. Wenn man darüber nachdenkt, dass da schon Olympiasieger gekrönt wurden, dann bekommt man im Stadion Gänsehaut. Vor meinem Rennen gab es auch noch einen A-Lauf, in dem die Männer teilweise die Olympianorm für Tokio unterboten haben. Das hat mich wirklich beeindruckt.

Stockholm – Foto: ©Wikipedia

Wie zufrieden warst du mit 29:17,89 Minuten und dem Rennverlauf?

Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden. Ich hatte vor fünf Wochen eine recht starke Erkältung und musste zehn Tage pausieren. Zudem liegt mein letztes Rennen ein halbes Jahr zurück. Diese fehlende Wettkampfhärte habe ich vor allem auf den letzten drei Kilometern gemerkt. Bis Kilometer sieben habe ich mich noch sehr lockere gefühlt. In ein paar Wochen sieht das dann hoffentlich etwas anders aus. Meine Trainingszeiten lassen auf alle Fälle auf noch schnellere Rennen hoffen.

“Die Wettkampfhärte fehlt mir noch, mit der Zeit bin ich aber zufrieden”

Florian Röser, der eine 10-km-Bestzeit von 29:05 Minuten stehen hat.

Wie sah dein Training in den letzten Wochen aus?

Nach der Erkältung habe ich erst mal eine Woche gebraucht, um wieder schnellere Einheiten machen zu können. Dann habe ich nach und nach den Umfang bei Bahneinheiten (vor allem mit Spikes) erhöht. Im Prinzip war ich also erst mal damit beschäftigt wieder auf die Beine zu kommen.

Was sind deine Pläne für die nächsten Wochen?

Mit Plänen ist es seit Beginn der Corona-Pandemie ja recht schwierig. Ich hoffe einfach, dass ich in den nächsten Wochen ein paar schnelle Rennen laufen kann. Im Hinblick auf die Veranstaltungen im Herbst gilt es hart zu trainieren. Wie es momentan aussieht, wird es da ja ziemlich viele Rennen geben, bei denen man sich für die getane Arbeit belohnen kann.

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