Teil 21 (KW 47/2018): Thomas Hofer

Nikotin und Alkohol gehörten für Thomas Hofer zum Alltag. Heute läuft der 32-Jährige richtig schnell durch die Gegend (10km: 34:33min – HM: 01:15:50h – Marathon: 02:48:33h). Thomas spricht im Helden-Interview über sein Leben vor dem Laufen und seine ambitionierten Ziele für die Zukunft.

Helden des Laufsports: 2013 hast du begonnen zu laufen. Wie kam es dazu?

Thomas: Ja genau. Ich war der Meinung dass es nicht sein kann jeden Tag eine Packung Zigaretten zu rauchen und sich einfach im warsten Sinne gehen zulassen. Einfach viel zu wenig Bewegung. Also kam mir die Idee mit dem Rauchen aufzuhören. Gesagt getan. Auch wollte ich als Ansporn mit dem Sport anfangen. Das Laufen schien mir als das einfachste, da ich ja in meiner Schulzeit immer gerne bei Veranstaltungen mitmachte. Dann brauchte ich auch noch ein Ziel. Das war dann der Vienna City Marathon im April 2013. Ich suchte mir einen Plan für drei Monate, mit jeweils vier Einheiten pro Woche, im Internet. Zielzeit: 3:29:59 Ich muss sagen ich wurde damals eigentlich sehr belächelt für meine Idee. Ich glaube das es mir ausser mir selbst keiner zugetraut hatte. Aber ich hab es durchgezogen und finishte beim Debüt Marathon in 3:21:49h. Von dort an begann eigentlich mein Weg richtig Laufsport.

Hdl: Heute hast du super Zeiten stehen. Wie viel Zeit investierst du in der Woche für Training?

Thomas: Das kommt darauf an für was ich mich gerade vorbereite. Von den Laufkilometer bewege ich mich im Bereich 70 – 120 Kilometer pro Woche. In der Regel laufe ich sechs bis siebenmal in der Woche.

Hdl: Was waren bisher deine sportlich größten Erfolge?

Thomas: Ich glaube sportlich gesehen hab ich, für mich, schon den größten Erfolg errungen wo ich mit dem Laufsport angefangen habe. Aber ich freue mich natürlich immer über tolle Platzierungen bei internationalen oder nationalen Wettkämpfen wie zb. den Landesmeistertitel im Marathon und Berglauf im diesem Jahr.

Hdl: Wie sieht generell dein Alltag rund um Familie, Sport und Beruf aus?

Thomas: Mein Beruf und Familie lässt sich sehr gut miteinander abstimmen. Grundsätzlich bin ich vorher immer für die Familie da. Danach der Sport! Das funktioniert sehr gut. Aber manchmal geht halt schon mal der Egoist mit mir durch.

Hdl: Gibt es in deiner Heimat in Niedernsill/Salzburg schöne Laufstrecken?

Thomas: Ich bin in der Nähe von Zell am See – Kaprun zuhause. Hier finde ich die besten Laufstrecken die man sich nur vorstellen kann. Schöne lange flache Radwege, Wälder, Berge und eine Laufbahn. Perfekte Bedingungen halt für alle Trainingseinheiten.

Hdl: Mit Christian Pflügl (Anm. Marathonzeit: 02:15:58h) hast du einen ehemaligen Leistungssportler als Trainer. Bekommst du hier Trainingspläne und wie umfassend ist die Betreuung?

Thomas: Ja genau, ich werde jetzt seit einen Jahr von Christian betreut. Wir ergänzen uns sehr gut. Ich schätze ihn als Mensch und in seiner Art sehr. Als ehemaliger Profi kann er mir noch sehr viel auf meinem weiteren sportlichen Weg mitgeben bzw. neue Reize setzen. Ich bekomme jeden Monat per Mail meinen Plan. Alles weitere zu Wettkämpfen, Planung etc. machen wir via Telefon und SMS. Natürlich ist er auch vor Ort bei Wettbewerben.

Hdl: Welche sind deine Lieblingseinheiten? Bist du eher der Intervalltyp oder eher der Dauerlauftyp?

Thomas: Ich mache alle Laufeinheiten gerne. Ich liebe die Abwechslung. Aber ich muss sagen zur Zeit liegen mir die Tempodauerläufe sehr gut.

Hdl: Welche großen läuferischen Träume hast du noch?

Thomas: Es gibt da schon noch einige. Ich würde gerne alle großen Marathons genannt (Majors) laufen. Aber auch einmal das Land der Läufer (Kenia) bereisen

Hdl: Hattest du schon mal gröbere Verletzungsprobleme und was machst du um solche zu vermeiden?

Thomas: Ich muss schon auf Holz klopfen. Ich habe Gott sei Dank noch nie eine Verletzung gehabt. Das es hin und wieder irgendwo zwickt ist normal. Schließlich hab ich doch schon bald die halbe Welt umlaufen. Zum vorbeugen mache ich Dehnübungen, gehe zur Massage und verwende Salben unsw.

Hdl: Nicht nur als Läufer sondern auch als Organisator bist du aktiv. Der „Taxenbacher Marktlauf“ ist dein „Baby“. Warum hast du diesen Lauf ins Leben gerufen?

Thomas: Genau, die Idee in meinem Heimatort eine eigene Laufveranstaltung ins Leben zu rufen entstand 2016 . Gemeinsam mit meiner ehemaligen Lehrerin und weiteren fünf Personen sind wir ein sehr tolles OK-Team. Meine Botschaft war es meine große Leidenschaft den Kindern und Erwachsenen weiterzugeben. Denn wir alle wissen das Sport einfach gesund ist. Mittlerweile geht am 7. April 2019 die vierte Auflage über die Bühne. Mit 500 Startern gehört sie bereits jetzt schon zu den größten Salzburger Laufveranstaltungen.

Hdl: Danke für das Gespräch!

Thomas: Danke.

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