Teil 31 (KW 03/2019): Jakob Wakonig

Der bisher Jüngste in unserer Helden-Serie ist Jakob Wakonig. Der 18-jährige Athlet der LAG Ried im Innkreis ist der Sohn des ehemaligen Ultraläufers Walter Wakonig, seines Zeichens WM-Teilnehmer über die 100 Kilometer-Distanz. Jakob mischt im Jugendbereich österreichweit vorne mit und hatte 2018 eine tolle Saison. Im Interview erfahren wir seine Pläne für die Zukunft und er gibt uns Einblicke in sein Training.

Helden des Laufsports: Wann hast du mit dem speziellen Lauftraining begonnen und was war deine Motivation?

Jakob: Bereits im Alter von vier Jahren habe ich erstmals bei einem Straßenlauf teilgenommen, damals natürlich noch ohne jegliches Training. Mit etwa zehn Jahren habe ich mich dann dazu entschieden, bei der LAG Ried mitzutrainieren (damals ca. zweimal pro Woche). Mit der Zeit ist dann das Trainingspensum immer mehr geworden, wobei ich sicher bei weitem noch nicht so viel trainiere wie manch andere in meinem Alter. Da mich der Laufsport schon immer fasziniert und begeistert hat, freue ich mich stets auf die Trainings und Wettkämpfe und bin motiviert, mich weiter zu verbessern.

Hdl: Heute bist du 18 Jahre und hast von 800 Meter (02:07:82 Minuten) bis 5000 Meter (17:12 Minuten) schon tolle Bestzeiten stehen. Auf welche bist du besonders stolz?

Jakob: Ich versuche sowohl auf den kurzen Distanzen (z.B. 800 Meter) als auch auf den etwas längeren Strecken (z.B. 10000 Meter) gute Leistungen zu erbringen und werde weiter versuchen, meine Grundschnelligkeit zu verbessern. Besonders gefreut hat mich meine Bestzeit über 1000 Meter (2:45min/km), die ich heuer beim Laufmeeting in Andorf aufstellen konnte.

Hdl: Bei Landesmeisterschaften in Oberösterreich aber auch bei Rennen österreichweit bist du einer der Besten. Was waren hier deine bisherigen Highlights?

Jakob: Generell freue ich mich am meisten über gute Platzierungen in einem guten Starterfeld. Meinen ersten richtigen persönlichen Erfolg hatte ich 2011 in Bruckmühl, wo ich den ersten Rang bei der Union Landesmeisterschaft erreichte. 2016 wurde ich dann das erste Mal Landesmeister über 3000 Meter. Sehr viel Freude haben mir aber vor allem die zwei dritten Plätze bei den Cross-Landesmeisterschaften 2017 und 2018 bereitet, da ich diese nicht erwartet habe

Hdl: Auf welche Distanz willst du dich in den nächsten Jahren fokussieren? Ich nehme an du bleibst auf der Bahn?

Jakob: Ich werde weiter versuchen meine Zeiten auf der Bahn zu verbessern (vor allem über 1500 Meter oder 3000 Meter), jedoch werden immer wieder Straßenläufe bestritten. In den kommenden Jahren würde ich nämlich auch mal ganz gerne eine gute Zeit über die zehn Kilometer aufstellen.

Hdl: Befolgst du genaue Trainingspläne oder trainierst du auch mal wie es dir gerade passt?

Jakob: Grundsätzlich versuche ich stets, so gut wie möglich vorgegebene Trainingspläne zu befolgen, vor allem dann, wenn ich mich auf einen bestimmten Wettkampf vorbereite. Wenn dies aufgrund gesundheitlichen oder körperlichen Problemen nicht möglich ist, wird natürlich pausiert. Meist gibt es aber auch die ein oder andere Woche im Jahr, in der ich so trainieren kann, wie ich gerade Lust habe.

Hdl: Wie sieht dein Alltag mit Schule und Training aus? Gibt es auch Tage wo du zweimal trainierst?

Jakob: Während einer normalen Woche kann ich, wenn ich trainiere, das nur am Nachmittag bzw. abends erledigen. Manchmal muss ich auch an dem einen oder anderen Tag auf das Training aufgrund Schulstress verzichten. An Wochenenden oder in Ferien, wenn ich viel Zeit habe, trainiere ich manchmal auch zweimal täglich. Dies kommt jedoch nur sehr selten vor.

Hdl: Dein Vater Walter ist selber begeisterter Läufer und bis vor einigen Jahren war er ein ganz starker Ultraläufer. Trainiert ihr auch regelmäßig miteinander?

Jakob: Wenn wir beide zuhause sind und ähnliche Trainings geplant haben, dann ist es natürlich eine tolle Möglichkeit mit meinem Vater zu laufen. Denn zu zweit läuft es sich bekanntlich ja immer leichter.

Hdl: Wo trainierst du am liebsten? Wo befindet sich quasi deine „Hausstrecke“?

Jakob: Der Radweg zwischen Aurolzmünster und Ried ist natürlich eine tolle Strecke, vor allem für Intervalltrainings. Aber auch Richtung Utzenaich bzw. St.Martin laufe ich sehr gerne. Grundsätzlich versuche ich, nicht immer jeden Tag dieselbe Strecke zu laufen, sondern ein bisschen Abwechslung reinzubringen, da es mir zu langweilig werden würde, wenn ich jeden Tag dieselbe Strecke laufen würde.

Hdl: Was hat ein junger Bursche wie du es bist noch für große Pläne für die Zukunft?

Jakob: Aktuell schreibe ich meine vorwissenschaftliche Arbeit über das Thema “Ultralauf”. Nächstes Jahr mache ich dann die Matura. Dann habe ich vor zum Zivildienst zu gehen und danach zu studieren, wenn alles nach Plan läuft. Der Sport sollte nebenbei natürlich immer noch eine große Rolle spielen.

Hdl: Welche Hobbys außer dem Sport hast du noch?

Jakob: Neben dem Laufsport verfolge ich außerdem sehr gerne den Fußball, vor allem den von meinem Lieblingsverein, dem TSV 1860 München, wo ich mir auch regelmäßig Spiele im Stadion ansehe. Im Großen und Ganzen interessiere ich mich für so gut wie jede Sportart. Abgesehen vom Sport kommt bei mir aber auch nicht das normale Leben, wie z.B. mit Freunden treffen usw. zu kurz.

Hdl: Vielen Dank für das Gespräch, ich hoffe wir hören noch viel von dir. 🙂

Jakob: Ich bedanke mich auch für das Interview! 🙂

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