Monika Kubai studiert und lebt in den USA

Für Monika Kubai hat im vergangenen Jahr ein neuer, spannender Lebensabschnitt begonnen. Die 20-jährige Läuferin der Sportunion IGLA Long Life lebt in den USA ihren Traum. Dank eines Laufstipendiums kann die Schärdingerin ein Sportmanagement-Studium absolvieren und gleichzeitig für die Universität im Cross-Country-Team Wettkämpfe bestreiten. Im Interview spricht Kubai über ihre Zeit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.  

Foto: ©Monika Kubai (rechts)

Du lebst seit August 2020 in Amerika. Wo genau?

Ich lebe in einer Stadt namens Elkins, welche in etwa so groß ist wie Schärding, in West Virginia. Als Neuling lebt man in einem Studentenwohnheim am Campus, wo man sich immer zu zweit ein Zimmer teilt. Fürs Essen gibt es dreimal am Tag ein Buffet in der Cafeteria, und wir haben auch einen kleinen Coffeeshop am Campus.

Wie kam es zu dieser Möglichkeit, in den USA zu studieren?

Eine Agentur, die es jungen Athleten ermöglicht, so ein Stipendium zu absolvieren, hat mich über das soziale Netzwerk Instagram kontaktiert. Anfangs hielt ich es noch für einen Scherz, dann kam das Ganze allerdings, zur meiner Freude, ins Rollen.

“Das Heimweh hält sich in Grenzen”

Monika Kubai hat in den USA noch viel vor.

Welche Wettkämpfe konntest du als Läuferin schon absolvieren?

Der Herbst fiel leider Corona zum Opfer. Im März ging es aber endlich los, da habe ich zwei Crossläufe auf sehr hügeligen Strecken absolviert. Im April hatten wir jede Woche einen Bahn-Wettkampf. Bei einem der Rennen konnte ich, obwohl ich zwei Tage zuvor meine Corona-Impfung bekommen hatte, meine 5000-m-Bestzeit auf 18:34 Minuten verbessern.

Wie sieht dein Alltag aus?

Ein normaler Tag beginnt meistens mit einer kleinen Sporteinheit am Morgen, bevor um 9 Uhr meine Vorlesungen beginnen. Ich hatte Glück, da fast alle in Präsenzunterricht stattfanden. Der Schultag dauert bis 15 Uhr, ehe dann, entweder am Campus oder auf der Bahn, unser Teamtraining beginnt. Am Abend lerne ich oder unternehme etwas mit Freuden.

Und wie geht es dir abseits der Laufbahn?

Ich habe sehr schnell Anschluss gefunden, da es ein sehr kleiner und familiärer Campus ist und man schnell mit anderen Leuten ins Gespräch kommt. Es gibt dort viele andere internationale Studenten. Das Laufteam ist fast wie eine zweite Familie geworden, da man durch all die Einheiten und andere gemeinsamen Aktivitäten sehr schnell zusammenwächst. Ich muss auch ehrlich sagen, das Heimweh hält sich in Grenzen, da man immer unter Leuten ist.

Wie lange wird dein USA-Aufenthalt noch dauern?

Aufgrund eines Wechsels meiner Studienrichtung von Sportmanagement zu Finanzen habe ich beschlossen, im August nicht mehr zurück zum aktuellen College zu gehen, sondern einen Transfer zum Flagler College nach Florida zu machen. Dort kann ich erneut für das Cross-Country-Team starten. Durch ein etwas anderes Studiensystem in den USA ist es dort auch einfacher, seine Studienrichtung zu wechseln. Mein Ziel ist es, die gesamten vier Jahre für mein Studium in den USA zu absolvieren.

Welche Zukunftspläne hast du?

Das lasse ich noch auf mich zukommen. Im dritten Jahr werde ich ein Praktikum machen müssen, welches ich auch gerne in den USA absolvieren möchte – und dann werde ich sehen, was sich ergibt.

Foto: ©Monika Kubai

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