Österreichische Staatsmeisterschaften in der Südstadt

Text: ÖLV

Staatsmeisterschaften der Allgemeinen Klasse im BSFZ Südstadt (NÖ). Schon am ersten Tag gab es viele ausgezeichneten Leistungen zu bejubeln, die Bestleistungen purzelten gleich reihenweise. So holte sich auch Peter Herzog im 5.000m-Lauf mit einer neuen PB den Titel. Andreas Vojta holte sich Titel Nummer 35.

Vojta läuft zu Titel #35. Foto: ©ÖLV

Tag 1: 800 Meter:

Titel Nummer 35 für Mittel- und Langstrecken-Ass Andreas Vojta (team2012.at), über die für ihn mittlerweile ungewohnt kurze Distanz hatte der Niederösterreicher zuletzt 2011 gewonnen. Heute nahm er aber vom Startschuss weg das Heft in die Hand und drückte dem Rennen seinen Stempel auf, 1:52,43min standen am Ende auf der Anzeigetafel. Dem Tempodiktat des Meisters konnte nur Dominik Stadlmann (KUS ÖBV Pro Team) folgen, er zog im Endspurt aber um 15/100s den Kürzeren. Hallen-Meister Paul Stüger (KSV alutechnik) blieb in 1:54,82min nur Rang 3, er konnte sich mit nur 5/100s Vorsprung gegen Nachwuchs-Ass Kevin Kamenschak (ATSV Linz LA) durchsetzen.

Andreas Vojta: „Mir war klar, dass ich es von Vorne probieren musste. Auf der Gegengeraden war es im Gegenwind sehr schwer, da habe ich mich etwas zurückgenommen, weil sonst hätte ich auf der Zielgeraden keine Chance gehabt.“

Klarer war die Lage bei den Frauen, hier war die Jahresbeste Carina Schrempf (Union St.Pölten) nach einem langen Zielsprint ungefährdet, die Uhr bleib bei 2:13,43min stehen. Caroline Bredlinger (LT Bgld Eisenstadt, 2:14,64min, PB) und Bianca Illmaier (KSV alutechnik, 2:15,53min) folgten auf den Plätzen.

5.000 Meter:

Eine tolle Performance zeigte Marathonmann Peter Herzog (Union Salzburg LA) bei seinem Debüt auf der Laufbahn. Schon nach zwei Runden konnten die Gegner seinem enormen Tempo nicht mehr folgen und der Salzburger zog unwiderstehlich davon. Die Siegerzeit von 13:54,25min kann man denn, mitten aus der Vorbereitung auf den London-Marathon heraus gelaufen, nicht hoch genug einschätzen. Auch die weiteren Plätze gingen an Marathon-Läufer, Timon Theuer (DSG Wien) wurde nach 14:30,86min mit Silber dekoriert, Bronze konnte sich Christian Steinhammer (ULC Riverside Mödling) nach 14:37,27min umhängen.

Peter Herzog: „Wir wollten situationselatisch auf das Geschehen reagieren, da das Tempo zu Beginn aber zu langsam war habe ich die Initiative ergriffen. Bei Rennhälfte ist es etwas schwer geworden die Rundenzeiten zu halten, aber mit der Zeit bin ich mehr als zufrieden, das macht Lust auf mehr auf der Bahn.“

Das Frauenrennen dagegen blieb bis zu den letzten Metern spannend, erst 100m vor dem Ziel konnte Olympia-Triathletin Julia Hauser (SVS LA), die das ganze Rennen über führende, Victoria Schenk (LCU Euratsfeld, 16:20,60min, PB) absprinten und in 16:16,67min (PB) ihren ersten Leichtathletik-Titel erringen. Rang 3 ging in 16:52,07min an Favoritin Julia Mayer (DSG Wien), die heute nicht ihren besten Tag erwischte.

Tag 2: 1.500 Meter

Die Titelsammlung von Andreas Vojta (team2012.at) erweiterte sich auch über die längere Mittelstrecke, er kürte sich damit auch zum einzigen Doppel-Staatsmeister in Einzeldisziplinen bei diesen Titelkämpfen. Zu Beginn des Rennens machte zwar Dominik Stadlmann (KUS ÖBV Pro Team) das Tempo, zwei Runden vor Schluss übernahm aber wieder der Niederösterreicher die Initiative und holte am Ende in 3:48,25min ungefährdet seinen 10. Titel über diese Distanz, insgesamt schon sein 36. Sieg bei Staatsmeisterschaften. Dahinter konnte der Wiener wie schon gestern über 800m in 3:50,22min Silber holen, musste aber am Ende hart gegen den erst 16-Jährigen Kevin Kamenschak (ATSV Linz LA) kämpfen, der mit 3:51,15min (PB) auf Rang 4 der U18-Weltrangliste vorstieß.

Andreas Vojta: „Dominik und ich hatten uns abgesprochen die ersten drei Runden gemeinsam so flott zu gestalten, damit es auch für die anderen gut passt. Ich habe mich dann heute nicht auf den Endspurt verlassen, daher habe ich die anderen schon vorher versucht abzuhängen, was mir eingangs der letzten Runde auch gelungen ist. Wieder den Titel geholt zu haben ist eine schöne Sache für mich.“

Bis zum letzten Meter spannend verlief das Frauenrennen, mit nur 1/100s Vorsprung konnte sich Lotte Luise Seiler (KSV alutechnik) nach Zielfotoentscheid mit 4:34,69min (PB) Gold sichern. Silber ging an Julia Mayer (DSG Wien) und Bronze an ihre Vereinskollegin Fiona Aschenbrenner in 4:38,16min (PB).

Alle Resultate hier.

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