Österreichischer Marathon-Rekord: Superlative sind angebracht!

Peter Herzog hat gestern österreichische Laufgeschichte geschrieben! Mit seinem neuen österreichischen Marathon-Rekord von 02:10:06 Stunden gelang dem Saalfeldner in London unter schweren Bedingungen ein Sensationslauf. Die Anerkennung in der Szene ist groß: „In Berlin wäre Peter zwei Minuten schneller gelaufen“, sagt etwa Jos Hermens, einer der führenden Manager weltweit und auch für die Belange von Kipchoge verantwortlich. Vermutlich hat Peter Herzog noch gar nicht realisiert, was ihm da gestern gelungen ist. Der Saalfeldner wurde nicht nur Drittbester Nicht-Afrikaner, sondern hat auch den Deutschen Rekordhalter Arne Gabius deutlich hinter sich gelassen. Ja, seine Leistung war grandios, fantastisch und historisch! Ich glaube, diese Superlative sind angebracht. Herzog, der 2014 den Marathon als Hobbyläufer noch in 02:39 Stunden gelaufen ist, bekommt leider nicht den Respekt entgegengebracht, welchen er sich verdient hätte. Der Rekord wird zwar heute in manchen Tageszeitungen mit einem Bericht (mal kleiner, mal größer – siehe “Krone” unten) gewürdigt, aber im ORF Sport um 20.00 Uhr oder auf einem anderen Sender hat man gestern davon nichts gehört oder gesehen. Man stelle sich vor, Dominic Thiem´s Erfolg bei den US Open wäre unerwähnt geblieben. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Durchbruch mit 31 Jahren

Bleiben wir lieber bei Peter Herzog und seinem Lauf in London. Der 33-Jährige hatte sich wohl 2019 nach seinem Lauf in Berlin und der damaligen Olympiaqualifikation seine Träume bereits erfüllt. Jetzt diesen österreichischen Rekord zu brechen, der erst 2019 von Lemawork Ketema in Wien aufgestellt wurde (02:10:44 Minuten), ist sicher auch für den Optimisten Peter Herzog surreal. Es tut sich was in der österreichischen Marathon-Szene und das ist gut so. Alle Hobbyläufer haben in den letzten Jahren wieder neue Vorbilder und Helden bekommen und speziell der Fall Herzog zeigt, was möglich ist! Dem Rekordmann gelang erst im Jahr 2018 – mit bereits 31 Jahren – der ganz große Durchbruch.  

Sein nächstes großes Ziel sind die Spiele in Tokio 2021. Mit unserer Serie „Road to Tokyo“ begleiten wir Peter Herzog auf dem Weg dahin.

Sportliche Grüße Mario Friedl!

Herzog´s Lauf in London:

  • 5 km: 15:42 Minuten (3:09)
  • 10 km: 15:19 Minuten (3:04)
  • 15 km: 15:31 Minuten (3:07)
  • 20 km: 15:24 Minuten (3:05
  • 25 km: 15:20 Minuten (3:04)
  • 30 km: 15:13 Minuten (3:03)
  • 35 km: 15:30 Minuten (3:06)
  • 40 km: 15:29 Minuten (3:06)
  • Ziel: 06:41 Minuten (3:03)

Die schnellsten österreichischen Marathonläufer Österreichs aller Zeiten:

  1. Peter Herzog – 2:10:06 Stunden (2020 / London)
  2. Lemawork Ketema – 2:10:44 Stunden (2019 / Wien)
  3. Günther Weidlinger – 2:10:47 Stunden (2009 / Frankfurt)
  4. Gerhard Hartmann – 2:12:22 Stunden (1986 / Wien)
  5. Michael Buchleitner – 2:13:43 Stunden (1999 / Hamburg)
  6. Valentin Pfeil – 2:12:55 Stunden (2019 / Wien)

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.