Race Around Austria: Innviertler Duo siegte beim 2200-Kilometer-Radrennen

Der Gurtner Amadeus Cosimo Lobe und Markus Eichinger aus Kopfing absolvierten die Strecke, bei der insgesamt 2200 Kilometer mit rund 30.000 Höhenmetern bewältigt werden mussten, das “Race Around Austria”, in zwei Tagen, 23 Stunden und 45 Minuten.

Foto: ©Johannes Schlarp

In dieser Zeit gönnten sich die beiden Radsportler jeweils nur eine Stunde Schlaf. Seit Jänner hatten sich die beiden Athleten des CLR Sauwald auf das Race Around Austria vorbereitet und in dieser Zeit 16.000 Trainingskilometer heruntergespult. Im Rennen selbst war das Ziel, abwechselnd einmal so schnell wie möglich rund um Österreich zu fahren. “Unsere Taktik war, uns alle 20 Minuten abzuwechseln, um so die Müdigkeit hinauszögern. Nur einmal gönnten wir uns eine Stunde Schlaf”, sagt Lobe. “Am Ende des Rennens war uns der Schlafentzug natürlich anzusehen”, fügt der 29-Jährige lächelnd hinzu. Das ganze Rennen über, bei dem sich Lobe und Eichinger ausschließlich mit Flüssignahrung stärkten, gab es nur wenige schlechte Phasen. “In der Nacht hatten wir einmal Starkregen. Da fragt man sich natürlich schon, was man hier eigentlich macht, aber genau für diese Phasen hatten wir ein tolles Betreuerteam mit dabei”, sagt Eichinger. “Die Jungs haben uns aus dem Begleitfahrzeug heraus mit durchgängig schlechten Witzen und irgendwelchen lustigen Masken bei Laune gehalten”, fügt Lobe lachend hinzu. Ohne Betreuer sei eine Zielankunft bei so einem Extremradrennen undenkbar. Ein Betreuerbus und ein Pacecar mit insgesamt 16 Betreuern, die sich im Hotel abwechselnd ausruhten, machten diesen Erfolg erst möglich, ist sich Markus Eichinger (43) sicher.

Zweitschnellste Zeit der Geschichte

90 Kilometer vor dem Ziel in St. Georgen im Attergau, wo das Rennen auch gestartet wurde, wurden die beiden Ausdauersportler darüber informiert, dass eine Zielzeit von unter drei Tagen durchaus noch möglich sei. So wurden die letzten Kräfte mobilisiert und die letzten zehn Kilometer noch gemeinsam absolviert. Im Ziel war die Freude riesengroß. “In dieser Kategorie ist das die zweitschnellste Zeit in der Geschichte des RAA, es ist kaum zu glauben. Es war einfach ein tolles Erlebnis”, sagt Eichinger. Danach, und nach rund 30.000 verbrauchten Kalorien, freuten sich die beiden Hobbyradfahrer einfach nur noch auf ein schönes und warmes Bett.

Foto: ©Johannes Schlarp

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.