Rekordlerin Eva Wutti und ein Männer-Trio: Im März neuer Angriff auf das Olympia-Limit

Text und Bild: Olaf Brockmann

Gute News für Österreichs Marathon-Asse! Eva Wutti, die am vergangenen Sonntag sensationell den österreichischen Rekord von Andrea Mayr in 2:30:43 auf die Sekunde genau egalisiert hatte, sowie Valentin Pfeil, Timon Theuer und Christian Steinhammer haben bereits einen Startplatz für das Eliterennen am 14. März 2021 auf dem Flugfeld Bern-Belp fix. Dort können sie erneut das Limit für die Olympischen Spiele in Japan 2021 angreifen – bei den Frauen lautet dies 2:29:30, bei den Männern 2:11:30.

Ein Startplatz für den Marathon bei Bern war übrigens gar nicht so leicht zu ergattern, da nur 50 Männer und 50 Frauen wegen der Covid-19-Epidemie zugelassen sind. Dank der guten Beziehungen von ÖLV-Sportkoordinator Hannes Gruber zum Schweizer Verband ist dies aber bereits erfolgreich geregelt.

Ob die Vorbereitung für diese vier Österreicher bis Mitte März ideal verläuft, steht natürlich noch in den Sternen. Wichtig ist aber, dass sie in der schwierigen Corona-Zeit zumindest eine Startmöglichkeit fix haben. Wutti-Trainer Herwig Reupichler: „So kann Eva wenigstens in Ruhe schlafen!“ Und sich nicht Sorgen machen müssen, ob sie überhaupt ein schnelles Marathon-Rennen im Frühjahr erwischt.

Valentin Pfeil und Timo Theuer hatten beim Valencia-Marathon wegen eines positiven Corona-Tests von Pfeil nicht starten dürfen. In Wien hatten beide eine Woche später das Rennen aufgeben müssen. Gemeinsam mit Christian Steinhammer haben sie nun in Bern die nächste Chance, sich für den Olympischen Marathon, der in Sapporo ausgetragen wird, qualifizieren zu können. Fix dabei aus Österreich sind bereits Rekordler Peter Herzog, der gemeinsam mit Andreas Vojta uneigennützig das Tempo am vergangenen Sonntag in Wien gemacht hatte, sowie Lemawork Ketema.

Eva Wutti

Sarah Lagger auf La Reunion

Auch für Siebenkämpferin Sarah Lagger dreht es sich diese Woche bereits um Tokio 2021. Die Kärntnerin startet Freitag und Samstag beim Mehrkampf-Meeting auf La Réunion im Indischen Ozean, einem Wettkampf, der zur World Athletics Challenge in den Combined Events zählt. Mit einer guten Leistung und einer entsprechenden Platzierung kann sie in der Weltrangliste punkten, über welche ein Startplatz für Tokio möglich ist. Acht Athletinnen treten in St. Paul auf La Réunion an, dabei auch Evelis Aguilar (Kol), Géraldine Ruckstuhl (Sz) und Hanna Kazyanova (Ukr). Weltmeisterin Katarina Johnson-Thompson (Gb) war zwar vom Veranstalter als „Zugpferd“ angekündigt gewesen, startet aber nicht. Laut Zeitungsberichten aus St. Paul wird die Britin, die sich auf La Réunion im Trainingslager befindet, eventuell außer Konkurrenz ein, zwei Bewerbe bestreiten.

Interessant ist dieser letzte große Siebenkampf in 2020 auch für Ivona Dadic. Die Frage ist, ob sie mit ihren großartigen 6419 Punkten von Götzis sogar auch am Ende des Jahres Weltjahresbeste im Siebenkampf bleibt oder nicht. Nach dem Verzicht von Johnson-Thompson sind die Chancen für Österreichs „Sportlerin des Jahres“ für diesen begehrten Platz an der Sonne gestiegen. Ivonas Trainer Philipp Unfried blickt dem entlassen entgegen: “Wir konzentrieren uns ohnehin nur auf 2021!”

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