Teil 6 (KW 32/2018): Susanne Aumair

Susanne Aumair ist 26 Jahre jung und ist Mitglied bei den Vereinen RC Grieskirchen, dem SV Wolfexpress und den ASICS Frontrunnern Austria. Die Grieskirchnerin legte läuferisch 2017 einen tollen Start hin, über den sie uns hier in diesem Interview erzählen wird.

Hdl: Hallo Susanne! Du bist erst 26 Jahre und im Februar dieses Jahres bereits 01:24h über die Halbmarathon-Distanz gelaufen. Erzähle uns von diesem Lauf und wo deine läuferische Reise noch hingehen soll?

Susanne: Hallo! Ja der Halbmarathon war echt super und die 1:24h haben mich selber überrascht. Vor allem der Schneefall am Start hat mich eigentlich eher demotiviert, aber ich hab das Tempo  super halten können und wurde am Schluss sogar immer schneller. Im Frühjahr 2019 möchte ich noch einen schnellen 10km-Wettkampf laufen, um auch hier meine Bestzeit 39:06min von 2017 noch runterzuschrauben. Vielleicht eh schon im Februar wieder in Bad Füssing, dort ist für mich ein gutes Pflaster für Bestzeiten.

Hdl: Du bist ja auch eine erfolgreiche Triathletin, in welcher der drei Disziplinen bist du am besten?

Susanne: Das ist eindeutig das Laufen – das mach ich auch schon am längsten und macht mir am meisten Spaß. Aber auch das Schwimmen wird langsam 🙂

Hdl: Wie bist du zum Triathlon gekommen?

Susanne: Nachdem ich 2012 neben dem Laufen noch mit dem Radfahren (und da auch gleich mit Rennen) begonnen habe, haben mich ein paar Leute gefragt, ob ich denn auch mal einen Triathlon machen werde. Damals hatte ich aber gar keine Lust und Zeit, Schwimmen zu trainieren und vor allem das Kraulen überhaupt einmal zu lernen. Da wir aber dann doch im Sommer sehr gerne an Seen unterwegs sind und dort sehr viel im Wasser, kamen wir doch auf den Geschmack. So startete ich im Herbst 2015 mit meiner Mama und einer Freundin einen Kraul-Anfängerkurs in Wels. Ich war dann doch sehr ehrgeizig, besuchte dann auch noch Fortgeschrittenenkurse und absolvierte dann im Mai 2016 meinen ersten Sprinttriathlon in Traun.

Hdl: Wie wir auch schon im letzten Interview mit der Spitzenathletin Bernadette Schuster lesen konnten bist auch du mit einem „Sportfreak“ in einer Beziehung (Anmerkung: Andreas Silberbauer). Wie sieht euer gemeinsamer sportlicher Alltag aus?

Susanne: Andi ist ja nicht nur mein Freund, sondern auch mein Trainer. Wir schauen dann schon immer, dass wir so viele Aktivitäten wie möglich gemeinsam machen können. Vor allem lockere Radeinheiten oder Läufe gehen oft miteinander und ins Schwimmtraining fahren wir sowieso zusammen. Die Kerneinheiten (Intervalle,…) macht dann natürlich schon jeder für sich – er ist ja trotzdem um Häuser stärker!

Hdl: Trainierst du sonst auch in einer Gruppe und wenn ja wo liegen hier für dich die Vorteile?

Susanne: Ja, aber eher in kleineren Gruppen mit Freunden oder oft auch nur mit meiner Freundin Nici, durch das viele Tratschen vergehen die Ausfahrten viel schneller! Außerdem sind die Runden oft spannender in der Gruppe, da wer anderer oft wieder Strecken kennt, die man alleine nie oder nur selten fährt.

Hdl: Wie sieht bei dir eine intensive Trainingswoche aus? Wie viele Stunden investierst du da in Sport?

Susanne: Meistens zwischen 10-12h, in Spitzenzeiten auch 15h – aber nur dann wenn ganz viel Radfahren am Plan steht.

Hdl: Warst du als Kind viel in Bewegung und wann hat dich die Sportleidenschaft gepackt?

Susanne: Ja ich war schon immer ein aktives Kind, war so viel wie möglich draußen und hab mit meinen Nachbarn gespielt. Unsere Eltern sind auch sehr sportlich und die haben meinen Bruder und mich in den Bann gezogen – mit ca. 10 Jahren habe ich meinen ersten Kinderlauf absolviert. Mit den besten konnten wir trotzdem nicht mitmischen, deshalb hat diese Leidenschaft auch bald wieder nachgelassen. Erst mit 15 Jahren bin ich wieder in das Wettkampfgeschehen eingestiegen, dann hab ich auch mit meinem Papa schon Intervalle usw. trainiert und war dann auch gleich sehr erfolgreich.

Hdl: Was ist oder war dein persönliches Sporthighlight 2018? Was steht noch auf dem Programm?

Susanne: Puhh, zum einen der erste Triathlon heuer Anfang Mai in Obergrafendorf, wo ich mir trotz gut besetztem Starterfeld gleich den 2. Damengesamtrang holen konnte – das hat mich besonders gefreut gleich so einen guten Start in die Triathlonsaison 2018 zu legen. Mein Hauptziel heuer war vor ein paar Wochen die Mitteldistanz-Staatsmeisterschaft, die so richtig ins Wasser fiel und von Starkregen, Kälte und Nebel geprägt war – und das die gesamten 5 Stunden Renndauer. Bin aber trotz einem nicht sehr prächtigen Radsplit stolz, das noch so gut durchgezogen zu haben – da haben auch ganz viele aufgegeben. Was heuer noch auf dem Programm steht, steht noch in den Sternen, da mein Knie gerade ein bisschen „spinnt“. Sollte alles bald wieder gut funktionieren, ev. der Transalp Triathon in Vorarlberg, der sicher von der Gegend ein Wahnsinn ist.

Hdl: Verkaufsassistentin, Fitnesstrainerin und Kinderschwimmlehrerin! Hast du irgendwann mal vor beruflich alles auf Sport zu setzen oder wirst du deinen Job als Verkaufsassistentin treu bleiben?

Susanne: Mir taugt der Job im Büro nach wie vor sehr, das ist auch der Grund warum ich meine ganzen Trainerausbildungen usw.  nebenbei gemacht habe. Ich brauch einfach den täglichen Kontakt mit meinen Arbeitskolleginnen und genieße dort ein super Betriebsklima. Mittlerweile arbeite ich noch 25h im Büro und der Rest als Trainerin – ich mag diese Abwechslung!

Hdl: Was sind deine Hobbys neben dem „Sporteln“?

Susanne: Ich koche gerne, unternehme viel mit Freunden & Familie und liebe den Sommer, das Meer und die Seen!

Hdl: Danke für dieses Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

Susanne: Danke!!

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