Susanne Linecker siegt mit neuer Halbmarathonbestzeit

Susanne Linecker (Triathlon Mattigtal) aus Lochen am See konnte im Rahmen des besserlaufen.at „Keine halben Sachen“- Halbmarathon den Sieg feiern. Die 33-Jährige spricht im Interview über ihren „Bestzeitlauf“ und über ihr Wintertraining.

Foto: ©Susanne Linecker (rechts)

Helden des Laufsports: 1:29:12 Stunden reichte für den Sieg bei diesem virtuellen Halbmarathon. Für dich bedeutet das Bestzeit, erzähl uns von deinem Lauf.

Susanne Linecker: Da ich am Samstag aufgrund des schönen Wetters unbedingt eine Skitour gehen wollte und es davor nie reingepasst hat, hab ich mir den besserlaufen.at Halbmarathon bis ganz zum Schluss aufgespart. Der Blick aus dem Fenster war in der Früh allerdings alles andere als motivierend. Bei aller größtem Sauwetter zwischen Wind, Regen, Schnee- und Graupelschauern versuchte ich dennoch, herauszuholen, was ging. Gott sei Dank stand mir der Freund meiner Schwester als temposicherer Pacemaker zur Verfügung, was enorm hilfreich war. Und als dann noch Vereinskollege Peter Huber per Rad zum Anfeuern auftauchte, war an Tempo rausnehmen sowieso nicht mehr zu denken. So hat mir dieser doch recht triste Sonntag überraschend eine erfreuliche neue PB beschert!

Wie viel hast du in den letzten Wochen und Monaten trainiert?

Da müsste ich jetzt Strava & Co. durchforsten, da mir Trainingsstatistiken schon immer ziemlich egal waren. Ich bin vorrangig ein „Gefühls- Trainierer“. Persönliche Herausforderungen dürfen dabei aber nie fehlen! Besonders Berg- und Trailläufe sowie Skitouren haben es mir angetan. Sie bringen ordentlich Kraft in den Beinen und für den Kopf den nötigen Ausgleich. Die Teilnahme an der virtuellen „Gipfelchallenge“ (8848 Höhenmeter im Februar 2021 erreichen) hat da heuer zur Einstimmung auf die Saison genau gepasst. So kann ich nun wieder gut in eine strukturiertere Trainingsphase starten: seit knapp drei Wochen bin ich zum wiederholten Male unter der strengen Trainings-Aufsicht von Sepp Hartl.

“Ich möchte dieses Jahr unbedingt meine Marathonbestzeit verbessern”

Susanne Linecker aus Lochen am See über ihre Ziele.

Auch wenn eine Planung schwer ist, was hast du dieses Jahr vor?

Planen kann man ruhig, hat ja auch was mit Zuversicht und positivem Denken zu tun. Mein Hauptziel 2021 ist meine 2. Triathlon – Langdistanz beim Austria Triathlon Podersdorf im September. Den ein oder anderen spontanen Triathlon oder Lauf werde ich sicher auch mitnehmen, wenn es passt. Sollten die aktuellen Umstände anhalten und Bewerbe weiterhin nicht möglich sein, fällt mir sicher was Lustiges ein, das mich auch an meine Grenzen bringt! Auf jeden Fall möchte ich heuer meine aktuelle Marathonzeit von Graz 2019 (3:22:10 Stunden) wieder ein bisschen herunterschrauben.

Noch ein kleiner Blick zurück: Wie lief deine letzte Saison?

Zählt man 2020 als Saison, war für mich persönlich das größte Highlight die Erkenntnis, dass es gar nicht zwingend offizielle Bewerbe braucht, um in Wettkampfstimmung zu kommen oder ein persönliches Ziel zu erreichen. Es sind viele tolle virtuelle Bewerbe entstanden, die wirklich Spaß gemacht haben. So konnte ich zwischen FFP2-Maske und Ausgangsbeschränkungen 2020 immerhin meine bisherigen Fünf- und Zehn-Kilometer-Laufzeiten toppen. Trotzdem freue ich mich sehr, irgendwann wieder gemeinsam mit den Sportkollegen aus nah und fern an einer Startlinie zu stehen – ganz ohne Sicherheitsabstand. 😉

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