WM in Cali: Kevin Kamenschak wird Achter

WM in Cali: Kevin Kamenschak wird Achter

Text: ÖLV

Kevin Kamenschak bei der Weltmeisterschaft in Cali (Kolumbien) über 1.500 m erfolgreich.

© ÖLV / Jiro Mochizuki

1500 m: Im Vorlauf vor zwei Tagen hatte Kevin Kamenschak (ATSV Linz LA) das Heft selber in die Hand genommen und mit toller Tempoarbeit dafür gesorgt, dass er über die Zeitregel ins Finale aufsteigen konnte. Vor ihm hatte das noch kein Österreicher bei einer U20-WM über diese Distanz geschafft. Der Oberösterreicher startete im Endlauf wie üblich nicht zu flott, hielt sich auf der ersten Runde am Ende des Feldes auf und damit auch aus dem Gedränge im Mittelfeld heraus. Die Kenianer sorgten wie erwartet für ein hohes Tempo, die ersten 800m wurden vom Führenden des dann schon langgezogenen Feldes in 1:55,93min absolviert. Eine perfekte Situation für den Linzer, der sich auf der dritten Runde sogar kurzzeitig auf Position 7 nach vorne schob, als die ersten Läufer abreißen lassen mussten. Auch auf der Schlussrunde konnte der Hallenstaatsmeister über diese Distanz sein Tempo halten und kam auf dem großartigen 8. Platz ins Ziel. Mit tollen 3:40,95min pulverisierte er seine erst vor wenigen Wochen aufgestellte PB von 3:43,03min nicht nur um mehr als zwei Sekunden, er verpasste damit den fast 42 Jahre alten ÖLV-U20-Rekord seines Vereinskollegen Mike Hillardt aus dem Jahr 1980 nur um 26/100s. Der 18-Jährige war damit drittbester Europäer und darf sich damit nach Platz 7 im Finale der U20-EM 2021 über sein nächstes internationales Top-Ergebnis freuen. Den Sieg holte sich wie erwartet der große Favorit Reynold Cheruiyot (KEN) in 3:35,83min.

„Es war klar, dass es ein schnelles Rennen wird, Top-10 war mein Ziel. Das Rennen war richtig, richtig hart, aber mit dem 8. Platz und der neuen PB bin ich überglücklich. Ohne die vielen Personen wie Trainer, Physio, Masseur und Mentaltrainer wäre das nicht möglich gewesen.“

Trainer Andreas Prem: „Von der Meldeliste her war ja nicht einmal mit dem Finale fix zu rechnen. Im Vorlauf hat Kevin die Taktik schon perfekt umgesetzt, für ein schnelles Rennen gesorgt und ist verdient ins Finale eingezogen. Das Finale konnte er dann richtig genießen, mit so einem cleveren Rennen und Platz 8 macht es mich stolz, dass unsere Arbeit so aufgeht.“

© ÖLV / Jiro Mochizuki

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.